Wenn man an Fasnacht denkt, hat man meistens Musik, Kostüme und Bühne im Kopf. Was man selten sieht: die Leute, die im Hintergrund dafür sorgen, dass es diese Bühne überhaupt gibt. Beim FEUERIO ist das seit über 120 Jahren der Senat.
Gegründet wurde er 1903 – zunächst unter dem eher nüchternen Namen „Kleiner Rat“, erst in den 1930er-Jahren wurde daraus der Senat, wie wir ihn heute kennen. Was sich seither kaum verändert hat: seine Bedeutung für den Verein. Der Senatspräsident sitzt laut Satzung nämlich nicht irgendwo am Rand, sondern direkt im Vorstand des FEUERIO – der Senat ist also nicht nur Förderkreis, sondern hat auch aktiv ein Wort mitzureden.
Wer sitzt eigentlich im Senat?
Kurz gesagt: ein ziemlich beeindruckender Querschnitt aus Mannheim und der Region. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Stadtverwaltung, öffentlichen Ämtern und Medien engagieren sich hier für den FEUERIO – darunter, und darauf sind wir schon ein bisschen stolz, viele bisherigen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Geleitet wird der Senat aktuell von Senatspräsident Gerald Rehn, an seiner Seite Staatssekretärin Gisela Sojka, die den kompletten Schriftverkehr, die Senatskasse und die Organisation im Hintergrund am Laufen hält. Ehrensenatspräsident ist Gerd Stolze, der sich traditionell besonders um das Freundschaftstreffen kümmert und Ausfahrten mit Motorrad oder Cabrio organisiert.
Seit anderthalb Jahren ist der Kreis übrigens noch bunter geworden: Die FEUERIO-Damen, die sich seit jeher mit eigenem Engagement innerhalb des Vereins einen Namen gemacht haben, gehören seither offiziell zum Senat dazu.
Mehr als nur Fördergeld
Klar, finanzielle Unterstützung ist ein wichtiger Baustein – ohne den Senat wären viele Projekte, die Gardearbeit und unsere großen Veranstaltungen so nicht zu stemmen. Aber der Senat versteht sich genauso als Netzwerk und als Ort der Gemeinschaft. Das zeigt sich das ganze Jahr über: beim Spargelessen beim Kreuzhofbauern in Lampertheim, bei Backfischessen oder Schlachtfesten, bei der Weihnachtsfeier – und natürlich beim Prinzenfrühstück am Fasnachtsonntag, dem gesellschaftlichen Höhepunkt des Senatsjahres, zu dem traditionell der Oberbürgermeister und zahlreiche Honoratioren an der Seite des Mannheimer Stadtprinzen zusammenkommen.
Auch 2026 war der Senat wieder mittendrin statt nur dabei: mit über 20 Mitgliedern auf der Freilichtbühne bei „Schlager, Stars und neue Welle“, beim Stadtderby um den Badenpokal zwischen VfR Mannheim und SV Waldhof – und natürlich beim traditionellen Weißwurstessen im Rahmen des Mannheimer Stadtfestes.
Der Senat zeigt: Fasnacht endet nicht mit dem Aschermittwoch. Sie lebt das ganze Jahr über weiter – durch Menschen, die sich mit Herzblut für den FEUERIO einsetzen.
