„Vun allem ebbes“, unter diesem Motto stehen seit Jahrzehnten die Veranstaltungen des Senats. Sie spiegeln, analog zu den unterschiedlichen Interessen unserer Mitglieder und Freunde, das breite Spektrum der Senats-Angebote wider.
Die Faszination eines Automobils ohne festes Dach ist so alt wie dessen Erfindung selbst.
Carl Benz‘ Patentmotorwagen war notgedrungen ein offenes Fahrzeug. Aber bald wurde der freie Himmel über dem Kopf zur bewussten, wohlüberlegten Kaufentscheidung, man erlebt die Landschaft mit allen Sinnen, die Sonne auf der Haut, den Wind in den Haaren – so man welche hat – und die ständig wechselnden Gerüche der Natur kann man nur „oben ohne erfahren“ und genießen.
Unsere Anfahrt, zum Hotel Franziskus Höhe, in Lohr am Main, am Freitag, 19.09., erfolgt in eigener Regie. Das „Get-together“ am Abend, auf der Terrasse des Hotels, erleben wir in fröhlicher, lockerer Runde. Andreas übernimmt das Briefing, erklärt, worauf wir uns am Samstag freuen dürfen und bittet um Beachtung einiger Grundregeln.
Am Samstagmorgen heißt es um 09:15 einsteigen, und ab geht die Post in den landschaftlich schönen Spessart. Das Planungsteam tritt überzeugend den Beweis an, eine ideale Route ausgearbeitet zu haben. Über kaum befahrene Straßen und Sträßchen, entlang schöner Mischwälder, die es dort, statt trister Monokulturen, Gott sei Dank noch mehrheitlich gibt, führt uns der Weg zunächst Richtung Wasserkuppe. Mit 950 m ü. NHM ist sie der höchste Berg der Rhön, mit kleinem Flugplatz für Sport- und bekanntem Eldorado für Segel-Flugzeuge. Wir lassen uns einen Imbiss schmecken und erfreuen uns am bunten Treiben auf dem Flugfeld.
Die zweite Etappe führt uns nach Mespelbrunn, Heimat des gleichnamigen Schlosses, einst Kulisse des legendären, 1958 gedrehten, Films „Das Wirtshaus im Spessart“ mit Liselotte Pulver. Im angrenzenden Forsthaus halten wir ausgiebig Mittagsrast. Einige genießen den regionalen Federweißen, und wir unternehmen einen kleinen Verdauungsspaziergang zum Schloss.
Die letzte Etappe von 40 km nimmt jedes Team in eigener Regie unter die Räder, um im Hotel zwei/drei freie Stunden, nach Lust und Laune, zu verbringen. Im Übrigen ist nicht nur Chris Howlands Mutter, sondern auch Toffee „immer dabei“, faszinierend, ohne einen Mucks, selbst wenn in unmittelbarer Nähe Spaghetti Bolognese verführerischen Duft verbreiten.
Bei den Biker-Touren schätzen wir, als Salz in der Suppe, unverzichtbar die geselligen Stunden. Auch unsere Rasten und die beiden Abende verlaufen kurzweilig und fröhlich. Den Samstag, als Ausklang des gemeinsam Erlebten, genießen wir auf der Hotel-Terrasse, mit Blick ins Tal, bei leckerem Abendessen, und es gibt wieder jede Menge Gesprächsstoff.
Irgendwann stellt sich wohlige Müdigkeit ein, und je nach Gusto verabschieden wir uns nacheinander Richtung der Horizontalen.
Vor der Heimfahrt, am Sonntagmorgen, ist das obligatorische Fotoshooting angesagt, und wir versuchen die rollenden Schätzchen und uns selbst ins bestmögliche Licht zu rücken.
Die in den gemeinsamen drei Tagen genossenen Stunden hallen sicher noch lange nach, und liefern zudem ein stabiles Fundament, künftige Ausfahrten zu organisieren.
Das Organisationsteam um Andres Stolze, Gregor Spachmann, Axel Gutensohn und Gerald Rehn sagt danke für die schönen, gemeinsamen Stunden, die vielen guten und interessanten Gespräche und für das wunderbare Feedback der Teilnehmer.
Gerd Stolze & Gregor Spachmann
