Stadtfest 2026: Drei Tage, die Mannheim bewegt haben

Es gibt Momente beim Mannheimer Stadtfest, die man so schnell nicht vergisst. Einer davon spielte sich am Freitagabend auf unserer Bühne ab: Oberbürgermeister Christian Specht bahnte sich seinen Weg durch die dichten Zuschauerreihen, stieg auf die Bühne – und sang. Nicht als Gast, nicht als Ehrengast, sondern als echter Mitsänger. Mit der Band Schlager Royal und an der Seite von FEUERIO-Vizepräsident Stefan Hoock stimmte er „Griechischer Wein“ an, fragte das Publikum nach griechischen Wurzeln, ließ die Italiener „Ti amo“ singen und bewies dabei, dass er auch auf einer Stadtfestbühne zu Hause ist. „Betreutes Singen“ nannte er seinen Auftritt lachend selbst. Das Publikum sah das naturgemäß anders – und feierte ihn stehend.

Dass dieser Moment überhaupt möglich war, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von drei Tagen, an denen auf unserer Bühne schlicht alles gestimmt hat.

Vom Aufbau bis zum letzten Atemzug

Was die meisten Besucher nicht sehen, wenn sie am Freitagnachmittag auf die Planken strömen: Unser Technik- und Wirtschaftsteam war da bereits seit dem Vortag nahezu durchgängig auf den Beinen und hat am Ende des Stadtfests bis 3 Uhr nachts wieder abgebaut. Vollkommen ehrenamtlich, nach einer vollen Arbeitswoche, ohne Wenn und Aber. Technikminister Dominic Söller brachte es auf den Punkt: „Nach der Arbeit kamen abends noch fünf weitere Leute dazu.“ An unserer Seite dabei, wie in jedem Jahr: unser Partner Ambiente Eventausstattung, der unsere Bühne mitsamt der kompletten Technik professionell betreute und ebenfalls bis in den frühen Sonntagmorgen im Einsatz war.

Auf diesen Schultern stand alles, was die drei Tage zu dem gemacht hat, was sie waren.

Drei Tage, neun Acts, eine Bühne

Das Programm war in diesem Jahr so abwechslungsreich wie lange nicht. Die Thunderbirds rockten am Samstagnachmittag mit ihren fetten Rock-Riffs eine treue Fan-Meute, die man wohl kaum als zurückhaltend bezeichnen konnte. Den Abend übernahm das Festzeltkommando mit Frontfrau Nadja – und das Unwetter, das zwischenzeitlich über Mannheim drohte, hatte gegen diese Energie schlicht keine Chance. Nadja nahm die Planken in Beschlag und ließ sie bis kurz vor Mitternacht nicht mehr los. Was vorhergesagt war als potenzielle Katastrophe, endete als einer der stimmungsvollsten Abende des gesamten Stadtfests.

Der Sonntag gehörte dann der ruhigeren, aber nicht weniger starken Seite unseres Programms: Die BigBand² eröffnete den Tag bei unserem traditionell-schwungvollen Weißwurstfrühstück, bevor am Nachmittag unsere Tanzgarde auf der Bühne stand und zeigte, was monatelanges Training bedeutet. Lucia Emanuel, Wolfi aus Neuseeland und zum Abschluss die Band Same – ein Programm, das tatsächlich für jeden etwas bereit hatte.

Neben der Bühne liefen Sektstand und Bierwagen auf Hochtouren, und wer eine Pause vom Programm brauchte, fand beim Kinderschminken einen festen Platz für die jüngsten Stadtfest-Besucher.

Bilanz: Ein starkes Stadtfest

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Zwischen 270.000 und 300.000 Besucher zog das Stadtfest in diesem Jahr auf die Planken – gute Stimmung, friedliches Miteinander, volle Bühnen. „Die Leute hatten Spaß gehabt, es wurde alles sehr gut angenommen“, fasste die VTM Mannheim als Veranstalterin zusammen – und wir können uns dieser Einschätzung nur anschließen. Auch das Unwetter am Sonntagnachmittag, das das Bühnenprogramm am Wasserturm kurzzeitig unterbrach, änderte daran letztlich nichts – die Besucher blieben, feierten weiter, und am Ende war die Erleichterung unter allen Beteiligten spürbar.

Für den FEUERIO war dieses Stadtfest mehr als ein Auftritt. Es war ein Beleg dafür, was ein Verein leisten kann, wenn seine Menschen zusammenstehen – vom ersten Handgriff beim Aufbau bis zum letzten Ton auf der Bühne. Als eines der Gründungsmitglieder des Stadtfests sind wir seit Jahrzehnten ein fester Teil dieses Fests. Und wir sind es mit Stolz und Überzeugung.

Danke an alle, die dabei waren – als Helferinnen und Helfer, als Aktive, als Gäste. Und danke an ein Wochenende, das uns wieder einmal gezeigt hat, warum wir das alles machen.

Bis zum nächsten Jahr. 🔵⚪️🔴🟡

Wir bedanken uns für die Bilder bei unseren Fotografen Michael Ruffler von Rhein-Neckar-Picture, Elvira Jakobi und unseren Aktiven!